Rechtslage

Medizinisches Marihuana vs Marihuana als Freizeitdroge


Letztes Update

In den USA und der Bundesrepublik Deutschland kommt es zu einer sukzessiven Legalisierung von Marihuana. In Deutschland wird derzeit noch strikt getrennt:

Unsere Kaufempfehlung: Nordic Oil®

Hier bei cannabis-oel.net haben wir unzählige CBD-Marken getestet. Bei unserem Händler-Test war Nordic Oil® der klare Testsieger
  • Zwischen Menschen, die auf Marihuana als Heilpflanze angewiesen sind, um Erkrankungen oder die Symptome von medizinischen Behandlungen zu mildern, wobei hier der Krankheitskatalog, bei dem medizinisches Marihuana verschrieben werden darf, noch sehr bescheiden ist
  • und Konsumenten, die Cannabis illegal als Freizeitdroge nutzen

Durch diese Differenzierung zwischen Marihuana als legaler Heilpflanze für Schwerkranke und Marihuana, das benutzt wird, um high zu werden, stellt sich die Frage, ob dadurch ein zweigeteilter Markt entsteht.

Marihuana als Medizin

Ein wichtiges Wort im Vokabular jedes medizinischen Marihuana-Patienten, ist Cannabinoid (eigentlich Phytocannabinoid). Cannabinoide sind die chemischen Verbindungen, die von den Cannabisblüten entwickelt werden.
Die Phytocannabinoide sind:

  • CBG (Cannabigerol-artige)
  • CBC (Cannabichromen-artige)
  • CBD (Cannabidiol-artige)
  • CBND (Cannabinodiol-artige)
  • THC (Tetrahydrocannabinol-artige)
  • CBN (Cannabinol-artige)
  • CBT (Cannabitriol-artige)
  • CBE (Cannabielsoin-artige)
  • Isocannabinoide
  • CBL (Cannabicyclol-artige)
  • CBT (Cannabicitran-artige)
  • CBCN (Cannabichromanon-artige)

Cannabinoide mindern die Symptome vieler Erkrankungen. Schmerzen und Übelkeit, insbesondere in der Krebstherapie, Entzündungen, aber auch Ängste können gemindert werden. Zum einen ist dies dadurch bedingt, dass von den etwa 85 Cannabinoid-Arten einer Marihuana-Pflanze, die zwei Cannabinoide THC und CBD in der Synthese ihre Wirkung verstärken. Andererseits können Cannabinoide die Verbindungen imitieren, die unser Körper auf natürliche Weise produziert. Dies sind die Endocannabinoide. Sie führen zu einer größeren inneren Stabilität und verbessern, bzw. erhalten, die Gesundheit.
So beeinflussen Cannabinoide, ähnlich wie Opiate (siehe Schlafmohn), aber auch legale rezeptpflichtige Medikamente, den Konsumenten durch die Interaktion mit den spezifischen Rezeptoren, die sich in den verschiedenen Teilen des zentralen Nervensystems befinden. Bis heute wurden zwei Arten von Cannabinoidrezeptoren gefunden, die als CB1 und CB2 bezeichnet werden. Eine Substanz, die natürlicherweise im Gehirn vorkommt und an CB1-Rezeptoren bindet, wurde 1992 entdeckt und als Anandamid (eine vierfach ungesättigte Fettsäure, die oft im zentralen Nervensystem vorkommt) bezeichnet. Zusätzliche natürlich vorkommende Substanzen, die an CB1 binden, wurden seither entdeckt, und diese werden zusammen mit den Rezeptoren als endogenes Cannabinoidsystem bezeichnet.
Diese Konzepte sind die Eckpfeiler von Cannabis als Medizin, und die Ergebnisse sind so vielversprechend, dass diese Cannabinoide zur legalen medizinischen Verwendung synthetisiert werden. Ein tiefgreifendes Verständnis bezüglich der Cannabinoide in der Pflanze, sowie dem endogenen Cannabinoidsystem, fehlen jedoch bisher.

Marihuana als Freizeitdroge

Viele Konsumenten von Cannabis als Freizeitdroge, können argumentieren, dass sich der Konsum nicht auf das bloße “high sein” bezieht, sondern immer auch einen medizinischen Wert für den einzelnen hat. Dabei reflektieren die tatsächlichen Wirkungen, welche die Cannabinoide haben, die Bereiche des Gehirns, mit denen sie in Interaktion treten. Das limbische System verändert sich positiv. Hier geht es um die Beeinflussung der kognitiven und psychomotorischen Fähigkeiten. Das mesolimbische System wird gereizt. Das Gefühl von “belohnt werden” stellt sich ein. Zugleich wird auch hier die Schmerzwahrnehmung beeinflusst.

Medizinisches Cannabis vs Cannabis als Freizeitdroge

Es gibt, dies kann man in den USA sehr gut beobachten, einen großen Unterschied zwischen medizinisch genutztem Cannabis und solchem, das der Freizeitkonsument nutzt. Zunächst einmal hat medizinisches Marihuana einen hohen CBD-Gehalt, während Freizeit-Marihuana mehr THC besitzt. CDB ist das Cannabinoid, das Cannabis erst medizinisch macht. Je höher der CBD-Gehalt, desto geringer die Stärke, die das Marihuana hat. THC hingegen ist ein psychoaktives Cannabinoid. Nur weil medizinisches Marihuana einen hohen CBD-Gehalt hat, heißt das noch nicht, dass es einen geringen THC-Gehalt hat.
CBD ist wahrscheinlich das häufigste Cannabinoid und trägt zu 40 % zum Cannabisharz bei. Interessanterweise kann CBD tatsächlich Effekte auf Ängste haben und die psychoaktiven Wirkungen von THC verringern. Dies bedeutet, dass eine Pflanze mit einem höheren CBD-Anteil, die Intensität der THC-Wirkung reduzieren kann, was die Wirksamkeit der Pflanze verringert. Es hat sich gezeigt, dass die Verwendung einer Cannabispflanze mit weniger CBD, eine erhöhte psychologische Wirkung und unerwünschte Nebenwirkungen wie Angstzustände zur Folge hat.
Beim medizinischen Marihuana steht prinzipiell die Frage im Raum, welche medizinischen Effekte man haben erzielen möchte. Dieselbe Frage stellt sich natürlich auch für den Freizeitkonsumenten. Wer jedoch Cannabis konsumiert, um high zu werden, kann sich dem Marihuana mit einem höheren THC-Gehalt zuwenden.
So oder so hat Cannabis seine medizinischen Effekte, aber das als Freizeitdroge genutzte Cannabis hat eine andere Wirkung als das medizinisch genutzte. Insoweit existiert hier de facto schon ein zweigeteilter Markt.

Medizinisches Marihuana: Ein Blick auf die USA

Auch in den USA geht die Welle der medizinischen Marihuana-Legalisierung nicht ohne Diskussionen vor sich. So diskutiert man die Nebenwirkungen, die Marihuana-Konsum auf medizinische Marihuana-Konsumenten haben wird, und ob kurzfristige Vorteile langfristige Effekte rechtfertigen werden. Trotz aller Kontroversen gab es bis jetzt keine substantiellen Forschungen und Tests zu diesem Thema, um konstruktive Ergebnisse aufzuzeigen.
Bislang gibt es nur einige wenige Studien (z.B. Harvard Medical School), um nachzuweisen wie sich medizinisches Marihuana bei der Behandlung von diversen Erkrankungen auf die kognitiven Funktionen des Menschen auswirkt. Zugleich informieren diese Studien die Wissenschaftler über alternative Behandlungsmethoden und die Vermeidung von Schädigungen.
Die kurz- und mittelfristigen positiven Auswirkungen von medizinischem Cannabis kennt man. Bisher fehlen jedoch fruchtbare Langzeitstudien. Dies gilt ebenso für Langzeitkonsumenten aus dem Freizeitbereich.
Da es in einigen Staaten der USA für Freizeitkonsumenten in der Regel auch möglich ist medizinisches Marihuana zu beziehen und zu konsumieren, sollte auch hier noch einmal differenziert werden. Interessant wäre es auch, ob es durch die Nutzung von Cannabis im medizinischen oder Freizeit-Kontext (mit einem höheren THC-Gehalt) bezüglich der kognitiven Leistungsfähigkeit z.B. zu langfristigen Unterschieden kommt. Auch hier würde sich die Frage nach einem zweigeteilten Markt stellen.

Wirtschaftliche Überlegungen

Der Markt für medizinischen Cannabis ist in Deutschland noch nicht angekommen. In den US-Staaten, in denen die Amerikaner Cannabis legalisiert haben, verdient der Staat hohe Summen an Steuern durch Handel und Verkauf. Gerade in diesen Staaten hat es einen deutlichen Rückgang der Verbrechensquote gegeben, die sich bis hin zu einer drastischen Reduzierung der drogenbedingten Morde erstreckt (siehe Raum Denver in Colorado: 53 %).
Der deutsche Staat hat zwar beschlossen, medizinisches Marihuana auf Rezept herauszugeben, importiert werden muss die Heilpflanze jedoch immer noch. Dabei käme das Ende der Kriminalisierung von Cannabis zum Eigennutz gerade rechtzeitig. Die Exekutive müsste solche Kleinfunde überhaupt nicht mehr dokumentieren, die juristisch ohnehin fallen gelassen werden. Ihre Kapazitäten könnten endlich an anderer Stelle eingesetzt werden. Zudem würde es zu einer deutlichen Entschärfung des weltweiten Drogenkrieges kommen.

Der zweigeteilte Markt in den USA

Die Cannabis Züchter in den USA haben Grund zum Lachen. Ihr Umsatz ist von geschätzten 1,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013 auf 2,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 gestiegen. Manche Prophezeiungen für das Jahr 2020 sprechen von 35 Milliarden Dollar. In ganz Oregon versuchen die Menschen, Nischen zu nutzen, um Cannabis-Produkte zu verkaufen. Die Produkte reichen von Bonbons über diverse Extrakte und andere Produkte. Die Erlaubnis in Colorado und Washington aus dem Jahr 2012, auch an Freizeitkonsumenten zu verkaufen, führte zum Green Rush.
Aufbruchsstimmung macht sich dort breit und andere Staaten, die zum Teil marode sind und am wirtschaftlichen Zusammenbruch stehen, sehen die Produktion und den Verkauf von Cannabis im medizinischen Bereich als auch bei den Freizeitkonsumenten als potenzielle Lösung, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.
Durch die Legalisierung konnten sich US-Farmer darauf konzentrieren, hochqualitatives Marihuana zu produzieren, statt es auf geheimen Farmen anzubauen und die Ware auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Gerade beim medizinischen Cannabis sollte der Anbau jedoch sehr genau verfolgt werden. Weder Patienten noch Freizeitkonsumenten wussten vor der Legalisierung etwas über die Herkunft der Heilpflanze, konnten die Absatzwege nicht nachvollziehen und mussten den weltweiten Drogenkrieg oftmals ungewollt unterstützen.
In den USA hat sich jedoch ein zweigeteilter Markt durchgesetzt. Etwa die Hälfte der Staaten in den USA darf medizinisches Marihuana verkaufen. Es ist ein bundesweites Durcheinander in den USA. Die andere Hälfte der Staaten ist nach wie vor abhängig vom Schwarzmarkt. Statt diesen bundesweit mit einem Schlag auszulöschen, sind lokale Händler, zumeist aus Mexiko, dort immer noch gut im Geschäft. Diese sind nun darauf bedacht, die Qualität ihrer Ware mit allen Mitteln zu verbessern, um sie auch noch in den Staaten zu verkaufen, wo eine Legalisierung schon stattgefunden hat. Die Erwartungen der Freizeitkonsumenten in den USA sind steigend. Es stellt sich die Frage, inwieweit die Nutzung von medizinischem Marihuana diese Konsumenten überhaupt zufrieden stellen könnte. Andererseits versuchen sich die Hersteller und Verkäufer in den legalen Cannabis Läden, illegal bezüglich der Preise zu unterbieten.
Kanada, das flächenmäßig zweitgrößte Land der Erde, plant eine Legalisierung von Cannabis in allen Provinzen. Dafür wurde extra eine Task-Force gegründet, und schon heute ist klar, dass das Marihuana als Freizeitdroge die selbe Qualität haben soll, wie das medizinische Cannabis. Somit würden es bei Patienten und Freizeitkonsumenten keine Qualitätsunterschiede geben. Auf der einen Seite ist dies eine gute Nachricht. Offiziell gäbe es einen Markt für zwei Arten von Konsumenten. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob die kanadischen Kiffer damit zufrieden wären.

Cannabis Produkte

Cannabis Produkte diverser Art sind mittlerweile auch in Deutschland erlaubt. So hat sich u.a. Cannbisöl bei diversen Problemen bewährt.

Cannabisöl und seine gesundheitlichen Vorteile

Auch Cannabisöl hat einige wesentliche Vorteile für die Gesundheit:

  • Fördert den Schlaf.
  • Steigert den Appetit.
  • Wirkt schmerzlindernd.
  • Unterstützt bei der Verhinderung von Krebs.
  • Verbessert die Gesundheit des Herzens.
  • Pflegt die Haut.
  • Hilft bei Kopfschmerzen.
  • Unterstützt bei einem Glaukom.

Ein zweigeteilter Cannabismarkt in Deutschland?

Es wäre kein Phantasma davon auszugehen, dass es zu einer Legalisierung von Cannabis auch für Freizeitkonsumenten in Deutschland kommen wird. Ob dann medizinisches Cannabis an alle Konsumenten, wie es in Kanada geplant ist, verkauft wird, oder ob man differenzieren wird, wird sich zeigen. Es stellt sich, wie in den USA auch, die Frage, ob Freizeitkonsumenten mit medizinischem Cannabis bzw. Cannabis, in dem der Anteil der Cannabinoide überwacht bzw. streng reglementiert wird, so glücklich sein werden und der Schwarzmarkt nicht weiter florieren wird.

Bist du auf der Suche nach Erfahrungsberichten und kostenloser Beratung?

CBD ÖL
CBD Öl Wirkung
Rechtslage
Ist CBD in Deutschland legal?
Rechtslage
Legalisierung von Cannabis in Deutschland