Medizinisches Cannabis – Was steckt dahinter

Der schlechte Ruf von Cannabis eilt der Heilpflanze leider voraus, dabei kann sie viel mehr als nur benebeln. Bis jetzt wurde Cannabis nur in wenigen Ländern legalisiert, beispielsweise in Finnland, Spanien, Kanada aber auch in 25 Bundesstaaten der USA.

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Die Verwendung von medizinischem Cannabis fand allerdings in der Medizin und der Pharmakologie schon Jahrtausende vor Christus statt. Damals entdeckten die Menschen, dass Pflanzen sehr wertvoll sind und nicht nur als Nahrungsmittel dienen. Erstmals nachweislich erwähnt wurde als Medizin verwendetes Cannabis 2700 vor Christus in einem chinesischen Kräuterbuch des Kaisers Shennong.

Cannabis fungiert von da an oft als wesentlicher Bestandteil zahlreicher Heilmittel. Egal ob als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden, Hustensaft oder Schmerzstiller, nach den Opiaten war medizinisches Cannabis das meist verschriebenste Pflanzenextrakt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Pflanze dann in vielen Teilen der Welt verboten.

Glücklicherweise sind die Vorteile von medizinischem Cannabis in den letzten Jahrzehnten wieder hervorgekommen. In der heutigen Zeit entscheiden sich viele Patienten eher für eine Behandlung mit natürlichem Cannabis als für herkömmliche synthetische Medikamente.

Was versteht man unter medizinischem Cannabis?

Das Besondere an dieser Pflanze ist, dass sie über 480 verschiedene Inhaltsstoffe enthält. Die Forschung hat es möglich gemacht, dass davon bereits 113 isoliert wurden. Die Cannabinoide aus der Pflanze sind für viele positive Effekte und Wirkungen verantwortlich. Diese interagieren mit Rezeptoren des Endocannabinoidsystem, kurz ECS, über das jedes Säugetier verfügt. Diese ECS befinden sich im ganzen Körper, unter anderem im Gehirn, in den Organen und im Nervensystem.

Die Pharmaindustrie versucht seit einigen Jahren die verschiedenen chemischen Verbindungen von Cannabis künstlich herzustellen, was auch schon vielfach gelungen ist. In der Regel werden Arzneimittel mit künstlichen Cannabinoiden hergestellt. Darüber hinaus bestehen diese aber nicht nur aus synthetischen Inhaltsstoffen, sondern auch aus anderen chemischen Verbindungen, die oftmals starke Nebenwirkungen erzeugen können. Warum aber versucht die Pharmaindustrie die Pflanzenstoffe zu synthetisieren? Da sich Pflanzen leider nicht patentieren lassen und daher kein Umsatz erwirtschaftet werden kann, müssen die chemischen Verbindungen künstlich hergestellt werden.

Es gibt aber auch Medikamente die natürliche Cannabiniode enthalten, welche aus der Pflanze extrahiert werden. Allerdings werden auch diese oftmals mit künstlichen Stoffen kombiniert, um die optimale Abstimmung für bestimmte Krankheiten zu gewährleisten. Des Weiteren gibt es aber Cannabisprodukte, die ausschließlich aus natürlichen Wirkstoffen hergestellt werden. Diese Stoffe werden schonend aus der Pflanze extrahiert und meist als Tinktur oder als Öl angeboten. So wird garantiert, dass alle Bestandteile der Heilpflanze erhalten bleiben und die Arznei so natürlich wie möglich bleibt.

Was sind die neuesten Forschungsergebnisse in Hinblick auf medizinisches Cannabis

Die moderne Forschung über Cannabis fand ihren Anfang im Jahr 1964. Hierbei gelang es das Haupt-Cannabinoid Delta-9-THC zu isolieren. Im Jahr 1980 wurde das Endocannabinoid-System entdeckt, was die verschiedenen Wirkungen von Cannabinoiden verständlich machte. Der Hauptwirkstoff THC darf seit 1998 in Form von synthetischen Medikamenten verschrieben werden. Die eigentliche Herstellung von medizinischem Cannabis wurde 2011 erlaubt. Dabei durften zum ersten Mal natürliche Pflanzenteile verwendet werden. In Deutschland darf ein Patient seit März 2017 medizinisches Cannabis auf Rezept erhalten.

Fakt ist jedoch, dass es derzeit zwar viele laufende Studien und Forschungen über Hanf gibt, aber nur wenige liefern brauchbare Ergebnisse, welche die positive Wirkung aufzeigen. Nachgewiesen wurden eine Linderung bei schmerzhaften Spastiken aufgrund von multipler Sklerose, wie auch bei Übelkeit und Erbrechen während einer Chemotherapie und die appetitanregende Wirkung bei einer Behandlung mit Cannabis.

Ein besonderer Fokus soll bei der Forschung auf die Behandlung von Krebspatienten gelegt werden. Auf der einen Seite sollen Nebenwirkungen einer Chemotherapie, wie beispielsweise Erbrechen und Übelkeit, gelindert werden, auf der anderen Seite sind Versuche geplant, durch Cannabinoide den Zuwachs von Krebszellen zu verhindern und dadurch die Metastasierung einzudämmen.

Anwendung von Cannabisöl bei verschiedenen Krankheiten

Cannabisöl hat viele heilende Eigenschaften, die teilweise auch mit aussagekräftigen Studien erwiesen wurden.

Heutzutage ist Stress eines der größten Probleme in der schnelllebigen Welt. Chronischer Stress sorgt oftmals dafür, dass es zu Angststörungen und Schlafproblemen kommt.  Cannabisöl kann dazu verwendet werden, um das Gemüt zu beruhigen und Stress zu reduzieren. Laut einer Studie von 2013 kann Cannabisöl auch nach traumatischen Erlebnissen hilfreich sein, denn die darin enthaltenen Cannabinoide sorgen dafür, dass die Stressrezeptoren im Gehirn reduziert werden.

Ein weiteres Einsatzgebiet von Cannabisöl ist die Verwendung bei Essstörungen. Egal ob man nach einer langen und harten Krankheit zunehmen möchte oder ob man unter einer Essstörung leidet, das Öl sorgt dafür, dass der Appetit entweder angeregt oder gemindert wird. Je nachdem welches Hormon von den Cannabinoiden stimuliert wird, kann somit auf natürliche Art und Weise entweder ab- oder zugenommen werden.

Einige wissenschaftliche Forschungen zeigen außerdem, dass der Einsatz von Cannabisöl bei Augenkrankheiten helfen kann. Vor allem bei Netzhauterkrankungen, wie beispielsweise Makuladegeneration und grünem Star. Mithilfe des Öls kann der Augeninnendruck reduziert werden, jedoch sind hierfür noch weitere Forschungen notwendig.

Seit Jahrtausenden wird Cannabis gegen Schmerzen und Entzündungen eingesetzt. Die im Öl enthaltenen Cannabinoide sorgen dafür, dass die neuronale Schmerzübertragung gehemmt wird. Demnach soll die Verwendung des Cannabisöls vor allem Krebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen, Erleichterung verschaffen. Aber auch bei Fibromyalgie, einer chronischen Autoimmunerkrankung, kann das Öl zur Linderung beitragen.

Im Jahr 2014 wurden erstmals Untersuchungen durchgeführt um die Frage zu klären, ob Cannabisöl bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen helfen kann. Aus der Studie geht hervor, dass die Cannabinoide die Blutgefäße positiv beeinflussen, das heißt, die Gefäße entspannen und erweitern sich. Derzeit stecken die Forschungen aber noch in den Kinderschuhen weshalb diesbezüglich noch keine konkrete Aussage über die tatsächliche Wirkung getroffen werden kann.

Angewandt werden kann das Cannabisöl auch bei Hautproblemen wie beispielsweise Akne, Ekzeme oder Rosazea. Die Inhaltsstoffe haben eine antioxidative Eigenschaft, welche dazu beiträgt, freie Radikale zu bekämpfen und Zellschäden zu vermindern.

Die im Cannabisöl enthaltenen Cannabinoide können aber noch viel mehr. Es gibt schon einige Studien darüber, dass sie das Wachstum von Krebszellen reduzieren, was wiederum dazu führt, dass die Metastasierung gehemmt oder verhindert werden kann. Kurz gesagt, das Cannabisöl kann helfen, das Risiko der Streuung im Körper zu verringern. Allerdings müssen hierzu noch viele weitere aussagekräftige Langzeitstudien durchgeführt werden.

Aus einer Studie, die im Journal of Neuroscience veröffentlicht wurde, geht hervor, dass sich Cannabisöl auch bei Alzheimer positiv auswirken kann. Die Cannabinoide bringen den degenerativen Prozess der Krankheit zum Stillstand. Zu beachten ist jedoch, dass zwar das schnelle Voranschreiten der Erkrankung verhindert, sie aber nicht geheilt werden kann. Diese Erkenntnisse wurden auch von anderen Studien bestätigt.

Eine kleine Studie besagt außerdem, dass Cannabisöl auch beim Rauchentzug helfen kann. Hierbei wurden den Probanden entweder Placebos oder Cannabisöl verabreicht. Jene, die den echten Wirkstoff bekamen, hatten weniger Lust zu einer Zigarette zu greifen als die Kontrollgruppe. Auch hierzu fehlen allerdings noch Langzeitstudien um die Wirksamkeit zu bestätigen.

Fazit

Schlussfolgernd kann gesagt werden, dass medizinisch verwendetes Cannabis im Gegensatz zu herkömmlichen Medikamenten weniger Nebenwirkungen mit sich bringt. Wir dürfen gespannt sein, was die Forschung in den nächsten Jahren an neuen Erkenntnissen hervorbringt.

Bis dahin sollte darauf geachtet werden, dass Cannabis Produkte verwendet beziehungsweise gekauft werden, die nur aus rein pflanzlichen Inhaltsstoffen der Heilpflanze bestehen.

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