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Ist CBD in Deutschland legal?

Cannabidiol ist eine Substanz, die aus der Hanfpflanze gewonnen wird, genauer gesagt aus der weiblichen Hanfpflanze. Aus medizinischer Sicht hat CBD entzündungshemmende, antikonvulsive und angstlösende Wirkungen.

Es entspannt und sorgt für ein leichtes und angenehmes Gefühl. Alle anderen Auswirkungen werden derzeit erforscht. Viele Menschen denken, dass CBD-Produkte garantiert illegal sind. Aber weit davon entfernt.

Die aktuelle Rechtslage ändert sich ständig, deshalb ist es wichtig, auf dem Laufenden zu bleiben. Was vor zwei Jahren noch Gesetz war, gilt heute nicht mehr. Werfen wir also einen Blick auf die aktuelle Situation.

In Deutschland sind Produkte, die aus der Hanfpflanze gewonnen werden derzeit legal, außer sie überschreiten den zulässigen THC-Gehalt von 0,2% THC.

Aus rechtlicher Sicht sind die CBD-Produkte so schwach psychoaktiv, dass sie erlaubt sind. Produkte, die in Deutschland auf dem Markt sind, enthalten daher weniger als den zulässigen THC-Gehalt von 0,2%.

Der Wirkstoff rückt jedoch zunehmend in den Fokus der pharmazeutischen Industrie. Auch die Politik ist sich bewusst, dass immer mehr Menschen das Entspannungsmittel verwenden und die Frage nach dem Nutzen wird immer häufiger gestellt.

Aus diesem Grund werden zur Zeit mehrere Studien zu dem Wirkstoff durchgeführt. So wird zum Beispiel in Frankreich derzeit erforscht, inwieweit der Wirkstoff hilft, das Dravet-Syndrom positiv zu beeinflussen.

Auch in Los Angeles und New York wird die Wirkung der Substanz erforscht. Hier wird vor allem der Einfluss auf Epilepsie und Nervenerkrankungen erforscht.

CBD-Verkaufsverbot aus Vorsicht

Viele Online-Kaufhäuser sehen ohne rechtlichen Grund davon ab, CBD zu verkaufen. Zum Beispiel bei eBay. Dabei handelt es sich jedoch häufig um große Online-Shops, die ihre Produkte international verkaufen.

Sie verzichten auf den Verkauf oder verbieten ihn, da die Rechtslage in Bezug auf CBD nicht in allen Ländern der Welt gleich geregelt ist. Häufig werden diese harmlosen Produkte aus Vorsicht nicht verkauft.

Da sich die Rechtslage immer wieder ändern kann und der Wirkstoff derzeit geprüft wird, sehen sie darin eine prophylaktische Maßnahme.

Der Vertrieb, das Mitführen und der Konsum von reinen Cannabidiol-Produkten ist seit 2019 erlaubt.

Der Unterschied zwischen CBD und THC Produkten

CBD-Produkte machen Sie nicht high. Sie sind nicht berauschend, weil sie kein THC enthalten. Das ist der Wirkstoff, der derzeit in Deutschland und vielen anderen Ländern verboten ist. Beide Substanzen werden aus Cannabis und Hanf gewonnen. Aber der THC-Gehalt ist entscheidend.

Vielen ist der typische Zustand nach dem Konsum von THC bekannt. Mit CBD-Produkten werden Sie nicht in diesen Zustand versetzt. Sie werden jedoch entspannter, haben ein leichteres Gefühl und fühlen sich wohler. Auch Angstzustände und Entzündungen im Körper können positiv beeinflusst werden.

Ein klarer Vorteil von CBD-Produkten ist ihre Reinheit. Ein legal und korrekt beschafftes Produkt wird weder gestreckt noch mit anderen Zusatzstoffen belastet.

THC-Produkte werden oft mit Blei, Glas, Brix (Zucker-Kunststoff-Hormon-Gemisch) oder Sand gestreckt, um das Gewicht zu erhöhen und den Verkaufspreis zu steigern. Mit einem CBD-Öl oder CBD-Kristallen erhalten Sie ein reines und hochwertiges Produkt, das den Körper und nicht den Geist entspannt.

Internationaler Stand der Legalisierung von Cannabis

Im Gegensatz zum THC sind CBD-Produkte in dem 1988 geschaffenen “Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen den unerlaubten Gebrauch von Suchtstoffen und psychotropen Stoffen” nicht aufgeführt. Die Liste der Vereinten Nationen zur Drogen- und Verbrechensbekämpfung enthält keine CBD-Produkte.

Nur Extrakte aus Cannabis mit einem THC-Gehalt über 0,0005% sind enthalten. Das bedeutet, dass die Produkte derzeit noch gesetzeskonform sind. Es handelt sich um reine CBD-Kristalle und CBD-Öle mit einem Gehalt unter 0,2%.

Konsum, Erwerb und Vertrieb sind erlaubt. Sie können als Nahrungsergänzungsmittel, als medizinische oder kosmetische Produkte verkauft werden.

Kanada hat den Cannabiskonsum legalisiert; in den Vereinigten Staaten haben einzelne Bundesstaaten und Städte seit 2012 das Rauchen von Gras erlaubt.

Inzwischen ist es in den Bundesstaaten Washington, Alaska, Kalifornien, Maine, Nevada, Massachusetts und Colorado sowie in den Städten Ferndale, Portland und Lansing legal.

In den Niederlanden wird der private Hanfkonsum seit 1976 toleriert, der Besitz ist für Erwachsene bis zu 30 Gramm legal. Großhandel und Anbau sind jedoch verboten.

Haschisch ist in Südafrika erlaubt. Uruguay erlaubt den Konsum, den Anbau und den Besitz von THC-Hanf in vollem Umfang, beschränkt aber auch die Menge der Pflanzen, die Privatpersonen anbauen dürfen, auf sechs.

Ähnliche Regelungen gibt es in Chile und Kolumbien. Die südamerikanischen Länder haben massive Erfahrungen mit Drogen und deren Folgen.

Argumente für die Cannabis-Legalisierung

Die medizinischen Wirkungen von THC-Hanf sind seit Tausenden von Jahren bekannt, aber im späten 19. bis 20. Jahrhundert wurde Haschisch zur meistverwendeten illegalen Droge.

Es ist unbestritten, dass Haschischkonsumenten sehr oft zu Heroin wechseln, obwohl der Mechanismus des Wechsels nicht vollständig verstanden wird.

Da diese Tatsache jedoch unbestreitbar ist, erlangte Haschisch seinen Ruf als Einstiegsdroge und wurde deshalb verboten, obwohl die beiden Cannabinoide THC und CBD (Cannabidiol) u.a. bei Schmerztherapien, Multipler Sklerose, Arthritis, anderen entzündlichen Schmerzsyndromen und sogar bei krebsbedingten Schmerzen hilfreicher sein können als alle anderen Medikamente. Es gibt Patienten, deren Schmerzen nur mit THC-Hanf gelindert werden können.

Deshalb wurde seine medizinische Verwendung schließlich offiziell zugelassen. Die Bundesregierung genehmigte Marihuana für Schmerzpatienten auf Rezept im März 2017 und die Krankenkassen übernehmen oft die Kosten.

Gras kann dann in der Apotheke erworben werden. Auf diese Weise wurde aus einer illegalen Droge ein rezeptpflichtiges Medikament, das verschrieben werden kann, wenn andere Medikamente nicht mehr helfen.

Die Hürden sind relativ hoch, weshalb die Zahl der betroffenen deutschen Patienten gering ist. Die Krankenkasse muss das Rezept für die Kosten genehmigen.

Das geschieht nicht immer. Der Patient kann dann nach der Verschreibung durch den Arzt das Cannabisprodukt legal in der Apotheke kaufen, muss aber die sehr hohen Kosten selbst tragen. Deutsche Patienten dürfen die Hanfpflanze nicht selbst anbauen.

Bislang ist dies noch verboten, es gibt in einigen wenigen Fällen (gesetzlich erzwungene) befristete Sondergenehmigungen. Befürworter einer Aufhebung des Cannabisverbots argumentieren nicht nur mit der medizinischen Verwendung.

Eine Entkriminalisierung hätte viele andere Vorteile:

  • Der Staat würde aus dem Verkauf hohe Steuereinnahmen erzielen. Je nach Art der Besteuerung könnten sie bis zu 60% des Verkaufswertes erreichen.
  • Die derzeitigen Repressionskosten würden entfallen. Die Polizei und die Gerichte würden entlastet. Der Bundesverband Deutscher Kriminalbeamter setzt sich deshalb nachdrücklich für die Aufhebung des Verbots ein.
  • Wie bei Alkohol und Tabak entstünde damit ein sehr lukrativer Wirtschaftszweig mit peripheren Geschäftsfeldern (Verpackung, Logistik, Marketing, Fachgeschäfte), der zusätzliche Steuereinnahmen generieren würde.

Die Steuervorteile allein für den deutschen Staat aus dem Verkauf von Haschisch werden auf rund eine Milliarde Euro jährlich geschätzt. Hinzu kommt, dass legales Haschisch kontrolliertes Haschisch ist.

Die Reinheit ist unbedenklich. Gleiches gilt für die Drogen Alkohol und Tabak. Die körperliche Suchtgefahr von Haschisch ist geringer als die von Alkohol und Nikotin. Die Konsumenten können dann auch offiziell über die gesundheitlichen Risiken aufgeklärt werden.

Es zeigt sich, dass in Ländern, in denen Haschisch in Umlauf gebracht wurde, der Konsum sogar etwas zurückgegangen ist. In den Niederlanden ist das Niveau seit Jahrzehnten konstant.

Legalisierung für den privaten Anbau?

Selbst wenn Cannabis in Deutschland legal werden sollte, muss das nicht unbedingt  auch positive Auswirkungen auf den uneingeschränkten privaten Anbau von Hanfpflanzen haben.

Deren THC-Gehalt und die Qualität des gewonnenen Haschischs sind nicht so leicht zu kontrollieren. Vorstudien zufolge können die Pflanzen im künstlichen Licht einer überdachten Plantage mehr THC produzieren, was als bedenklich angesehen wird.

Es gibt bereits einige wenige deutsche Patienten, die ihren eigenen Hanf anbauen, aber die Zahl ist statistisch zu gering, um das vermutete Phänomen genau beurteilen zu können. Dieses Problemfeld steht deshalb separat auf der Tagesordnung.

Wie deutsche Parteien dem Thema gegenüberstehen

Die deutsche Parteienlandschaft ist in der Drogenpolitik gespalten. Die Grünen, die Linke und auch die FDP fordern eine kontrollierte Freigabe des THC-Haschischs.

Die Unionsparteien sind dagegen, die SPD-Politiker haben keine einheitliche Meinung. Deutsche Politiker sind seit den jüngsten Zustimmungen in Kanada und Uruguay in vollem Gange.

Ein ähnlicher Prozess findet derzeit in der Schweiz statt, wo viel über die Freigabe von Cannabis diskutiert wird. Man studiert derzeit eifrig die Erfahrungswerte aus anderen Ländern mit einer Haschischlegalisierung in diesem Land.

Wir haben das Beispiel der Niederlande seit über 40 Jahren, aber das war als Referenz nicht ausreichend. Inzwischen gibt es viele Länder, darunter auch US-Bundesstaaten mit einer früher restriktiven Drogenpolitik.

Was deutsche Bürger und Experten über eine Legalisierung denken

Im Jahr 2017 wurde eine Petition zur Legalisierung von Cannabis von fast 80.000 deutschen Bürgern unterzeichnet. In diesem Jahr war es die mit Abstand erfolgreichste deutsche Petition unter den rund 11.000 Anliegen der Bürger. Die Unterstützer sind keineswegs Kiffer, sondern oft Experten, die sich ernsthaft mit dem Problem auseinandergesetzt haben.

Dazu gehört eine große Zahl von Polizisten und Staatsanwälten (s.o.), die mit der Strafverfolgung stark belastet sind und diese oft für überflüssig halten, aber auch Ärzte und Wirtschaftswissenschaftler sprechen sich für eine Legalisierung von Cannabis aus. Der Ökonom Justus Haucap von der Universität Düsseldorf hat die erste breit angelegte Cannabisstudie in Deutschland lanciert.

Er berechnete die oben genannten hypothetischen Steuereinnahmen nach einer Cannabisfreisetzung von einer Milliarde Euro, wobei er davon ausging, dass der Steuersatz mit 60 Prozent etwas niedriger sein würde als der des Tabaks (75 Prozent).

Haucap geht von einem Verkaufspreis von zehn Euro pro Gramm bei Herstellungskosten von einem Euro, Steuern von sechs Euro und Vertriebs-/Marketingkosten plus einer Gewinnmarge von drei Euro aus. Dies wird zwar geschätzt, ist aber eine ernstzunehmende Annahme.

Der Vertreter des Deutschen Hanfverbandes Georg Wurth argumentiert, dass sich neben den Steuereinnahmen für den deutschen Fiskus auch eine attraktive Branche für Unternehmer entwickeln würde und die Verbraucher auf qualitätsgeprüftes Haschisch vertrauen könnten. Das Bundeskriminalamt stimmt der Legalisierung von Cannabis aus anderen Gründen zu.

Aus dem Drogenbericht 2017 geht hervor, dass deutsche Polizisten und Staatsanwälte im vergangenen Jahr über 198.000 Cannabis-Delikte verzeichneten, davon 84 Prozent verbraucherbezogene Delikte. Die Delinquenten fielen damit in die Marge, die die Strafverfolgungsbehörden nach dem Gesetz verfolgen mussten, obwohl die Haschisch-Sünder weder gehandelt noch geschmuggelt haben.

Sie werden weiterhin kriminalisiert, während der Schwarzmarkt weiter besteht. Viele Drogenforscher sprechen sich auch für eine Legalisierung von Cannabis aus. Sie halten es für sinnvoller, in Aufklärung und Prävention statt in die Strafverfolgung zu investieren.

Dies betrifft 60 Prozent der Drogendelikte in Deutschland und bildet damit enorme Kapazitäten. Hinzu kommt, dass die Prohibition ihren ursprünglichen Zweck verfehlt: Ein Verbot hindert die Menschen nicht daran, es zu konsumieren. 

Vorbild Kanada

Cannabisbefürworter hoffen, dass die Cannabisfreigabe in Kanada die Legalisierungsgegner überzeugen könnte. Es gibt inzwischen viele andere Beispiele für Staaten, in denen Cannabiskonsum legal ist.

Kanada ist ein G7-Land und flächenmäßig das zweitgrößte Land der Welt. Das Land ist eine der größten Volkswirtschaften der Welt und ein sehr moderner Staat, der als Modell für Europa und andere westliche Länder dienen kann.

Wenn ein solches Land sich für die Legalisierung von Cannabis entscheidet, sollte es ein überwältigendes Signal aussenden.

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Maddie Buton

Maddie Buton

Maddie ist ein wahrer Enthusiast wenn es zu CBD kommt. Sie ist eine der ersten von zwei Schriftstellern für Cannabis-Oel und war von Anfang an Mitglied des Teams. Ihre Leidenschaft für das Schreiben zeigt sich sobald es sich um Texte über Cannabis handelt, da ihr gewählter Studiengang in die gleiche Richtung geht. Ebenso wie Thomas interessiert sie sich für die rechtliche Situation von CBD, genau wie für die Verwendung von medizinischem Cannabis.

1 comment

  1. Ist es erlaubt cbd hasch in der oeffentlichkeit zu rauchen?

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