Cannabisöl und CBD Öl – die Gemeinsamkeiten

CBDÖl wird wie alle Cannabisöle aus Hanfpflanzen gewonnen. In beiden Ölen sind dementsprechend die dem Hanf eigenen, pflanzlichen Wirkstoffe, die sogenannten Cannabinoide enthalten. In CBDÖl ist im Unterschied zu einem lediglich mit der Bezeichnung „Cannabisöl“ versehenen Öl nur ein vergleichsweise geringer Anteil von THC enthalten.
Der THC-Anteil in CBD Öl liegt immer unter 0,2 Prozent. Nur so ist es möglich, dieses Cannabisöl legal in Deutschland zu verkaufen. CBD Öl wird so hergestellt, dass darin nur eines der dem Hanf eigenen Cannabinoide verbleibt, ein als Cannabidiol bezeichneter Wirkstoff.
Auch THC ist ein Cannabinoid. Anders als Cannabidiol wird THC aber eine psychoaktive beziehungsweise psychotrope Wirkung zugeschrieben.
Wird ein Produkt explizit als Cannabisöl angeboten, dann deswegen, weil der Käufer wissen darf, dass der THC-Anteil im angebotenen Produkt eben höher liegt als 0,2 Prozent.
Als Synonyme für die Bezeichnung von Cannabisöl werden die Bezeichnungen „Haschöl“ oder „Haschischöl“ oder auch „Marihuana Öl“ und „THC-Öl“ gebraucht. Die Bezeichnung „Hanföl“ ist genau wie „Hanfsamenöl“ all jenen Produkten vorbehalten, die aus Hanfsamen, die auch Hanfnüsschen genannt werden, hergestellt werden.
Hanföl enthält zwar eine große Menge an ungesättigten Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6, allerdings keine oder nur verschwindend geringe Spurenanteile von THC oder CBD. Diese Spurenanteile können in seltenen Fällen dadurch entstehen, dass bei der Produktion Material der Pflanze an den verwendeten Samen haften bleibt. Bei der Produktion von CBD-Ölen oder Cannabisölen wird das Hanföl oft als Zugabe verwendet, um deren Wirkung zur vollen Entfaltung zu bringen. Es gibt auch Cannabisöle, die auf Basis von Olivenöl hergestellt werden.
Während besonders in den USA die Bezeichnung „Hemp Oil“ (eigentlich „Hanföl“) populär ist und dazu verwendet wird, alles das zu bezeichnen, was einmal zumindest anteilig aus einer Hanfpflanze gewonnen wurde, wird in Deutschland durch die Bezeichnung eines Öls mit dem Oberbegriff „Cannabisöl“ ein Öl klassifiziert, das die engere Definition des CBD Öl nicht erfüllt. Die begriffliche Unterscheidung hat also vorwiegend mit den noch bestehenden Einschränkungen durch die gesetzlichen Vorgaben zu tun.

CBD öl von nordic oil

Cannabisöl – das gewisse Etwas

Der Unterschied bezüglich des Anteils im enthaltenen THC ist dann auch deutlich: In Cannabisöl steckt oft ein Anteil von 50 bis zu 80 Prozent THC.
Alle Cannabisöle, darunter auch das moderatere mit dem auf CBD reduzierten Anteil, haben sich bewährt, wenn es um die Linderung von Schmerzen geht. Insbesondere Schmerzen chronischer Art, wie sie beispielsweise im Zusammenhang mit Rheuma oder Arthrose auftreten, gehen laut den Beobachtungen von Anwendern vor allem bei einer regelmäßigen Verwendung von Cannabisölen merkbar zurück. Cannabinoide bekämpfen Entzündungen. Auf die Haut aufgetragen sind cannabinoidhaltige Salben und Öle effektive Mittel gegen Akne oder Psoriasis. Da sie allgemein stimmungsaufhellend und belebend wirken, werden Cannabinoide gerne bei psychischen Beschwerden im Zusammenhang mit Depressionen oder Angststörungen eingesetzt. In der Palliativmedizin wird der Einsatz von Cannabidiol bereits angeraten. Da Cannabinoide das Stressempfinden senken und entspannen, werden sie auch eingesetzt, um Schlafstörungen zu beheben. Cannabinoide regulieren den Appetit, können Verstopfungen lösen und gegen Fettleibigkeit eingesetzt werden.
Beispielhafte Aufmerksamkeit erlangte im Jahr 2003 der Kanadier Rick Simpson. Er hatte mit einem selbst hergestellten Cannabisöl einen bei ihm diagnostizierten Hautkrebs behandelt, und dann behauptet, den Hautkrebs mit Cannabisöl besiegt zu haben. Danach behandelte Simpson mit seinem Cannabisöl angeblich erfolgreich die Schuppenflechte seiner Mutter und das Melanom eines Bekannten. Der Anteil an THC des von ihm hergestellten Cannabisöls lag dabei bei fast 80 Prozent. Natürlich sind derartige Berichte von fast wundersamen Heilungen mit Skepsis zu betrachten. Allerdings muss man auch anmerken, dass die medizinische Forschung in der Zwischenzeit selbst viele Versuchsreihen durchgeführt hat und dabei Ergebnisse erzielte, die eine therapeutische Wirksamkeit von Cannabinoiden belegt. Dem experimentellen Eifer des Kanadiers muss daher im Nachhinein wohl in gewissem Maße Recht gegeben werden.
Generell lässt sich sagen, dass die von Cannabisöl hervorgerufene Wirkung der des CBD Öls vergleichbar ist, die Wirkung aber in deutlich gesteigerter Form zu erwarten ist.

Bei der Dosis zulegen? – Cannabisöl im Einsatz gegen starke Schmerzen

Bei manchen Betroffenen reicht CBD Öl zur Linderung der Beschwerden einfach noch nicht aus. Ihre Beschwerden sind oft so stark, dass ihnen nur eine Kombination von CBD und THC helfen kann. Gerade bei Asthmatikern und Allergikern oder Rheumapatienten macht bisweilen das beim CBD Öl fehlende Quäntchen THC eben den entscheidenden Unterschied. Nur ein Mittel mit der Wirkstoffkombination führt zu einer signifikanten Verbesserung des Zustands. Da THC aber unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, schrecken Hilfesuchende oft erst einmal vor einem Kauf der im Internet angebotenen Mittel zurück und nehmen lieber die Hilfe eines Arztes in Anspruch.
Seit der Änderung des „Gesetzes zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften“ im März 2017 darf Cannabis als medizinische Substanz durchaus legal verwendet werden. Noch bedarf es hierzu einer Ausnahmegenehmigung des behandelnden Arztes. Und nicht immer ist es einfach einen Arzt zu finden, der sich gut genug auskennt und die Verschreibung auch vornimmt.
Das in der Apotheke angebotene Cannabisöl nennt sich Dronabinol. Es wird auch in Form von Tropfen angeboten. THC-haltige Kapseln, die Cannabisöl enthalten und wie Tabletten eingenommen werden, sind auch in der Apotheke erhältlich. Das Präparat nennt sich Canemes. Ein drittes gängiges Präparat ist Sativex. Neben THC und CBD enthält es einen weiteren Wirkstoff, der sich bereits bei der Behandlung von Multipler Sklerose und Epilepsie bewährt hatte. Dieses Mittel wird als Mundspray angeboten.
Da die Medikamente teuer sind, schlagen sie schnell im Ärztemittelbudget zu Buche und werden daher manchmal auch nur widerwillig verschrieben. Die Krankenkassen sind zwar nach der Änderung des Gesetzes prinzipiell gezwungen, die Kosten für Medikamente aus Cannabis zu übernehmen, lehnen aber die Anträge aufgrund von Formfehlern gerne ab. Bevor sie eine Kostenübernahme der Medikamente zusagen, verlangen die Kassen häufig nachträglich noch eine detailliertere Beschreibung des vorhergehenden Therapieverlaufs vom behandelnden Arzt. Nur zwei Drittel aller gestellten Anträge werden auch bewilligt. Auch das trägt nicht dazu bei, dass Ärzte Cannabispräparate bereitwillig verschreiben. Wird der Antrag auf Kostenübernahme abgelehnt, muss ein Patient entweder geduldig warten, oder seine medikamentöse Monatsration, die mitunter auch schon einmal über 500 Euro kosten kann, am Apothekentresen selber finanzieren.
Verständlich ist daher schon, dass sich interessierte Käufer, meist Menschen mit hohem Leidensdruck oder Schmerzen zunehmend nach Angeboten von medizinischen Cannabisprodukten auch abseits der Apotheken und im Internet umsehen.

Cannabisöl gewinnen – Der Herstellungsprozess vom Anbau bis zum fertigen Produkt

Hanf wird in Deutschland kontrolliert angebaut. CBD Öl wird aus Hanfpflanzensorten gewonnen, für die es einen speziellen Zulassungsprozess gibt. Europaweit sind circa 80 Nutzhanfsorten zugelassen. Der Anbau dieser Sorten ist nur geprüften Landwirten gestattet. Es darf nur zertifiziertes Saatgut verwendet werden. Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung prüft jährlich, ob die in Deutschland den Zulassungsbedingungen entsprechen. Ist dies nicht der Fall, darf die fragliche Sorte nicht mehr angebaut werden. Bei der Aussaat muss nachgewiesen werden, dass der THC-Gehalt der betreffenden Sorte nicht über dem festgelegten Wert von 0,2 Prozent liegt. Der Gesetzgeber geht also davon aus, dass jedes im Handel erhältliche Cannabisöl unter den beschriebenen Bedingungen hergestellt wurde und prüft dazu die Einhaltung der Standards bei den Landwirten. Gleichzeitig kontrolliert er die Einfuhr der fertigen, importierten Cannabisprodukte und unterwirft auch diese Produkte eigenen, gesetzlichen Bestimmungen. Für alle fertigen Endprodukte existieren gesetzliche Richtwerte für den erlaubten maximalen Gehalt an darin enthaltenem THC. In nicht alkoholischen und alkoholischen Getränken sind 5 Mikrogramm je Kilogramm erlaubt, 5000 Mikrogramm pro Kilogramm in Speiseölen und 150 Mikrogramm je Kilogramm ist die geltende Höchstgrenze für alle anderen Lebensmittel.
International variieren die gesetzlich vorgegebenen Richtwerte natürlich, sodass der Anteil von THC bei Produkten im Ausland zum Teil auch höher sein kann. In den USA ist Cannabis in vielen Staaten bereits legal. Weil die gesetzlichen Vorgaben international weiter uneinheitlich sind, ist es derzeit auch noch nicht möglich, ein nach einem einheitlichen, medizinischen Standard zertifiziertes Cannabisöl anzubieten. Auch deswegen kann man im Internet Anleitungen finden, wie man Cannabisöl selber herstellen kann. Auch hier geben Richtwerte eine Orientierung: Für sechzig Gramm Öl ist bereits ungefähr ein halbes Kilo an getrockneten Cannabisblüten notwendig.
Unabhängig von allen gesetzlichen Vorgaben, sind die meisten Hersteller von Cannabisöl besonders stolz darauf, dass die von ihnen weiterverarbeitete Pflanze ohne die Verwendung von Pestiziden, Herbiziden oder Fungiziden angebaut wurde. Auch Pflanzen, die in einer Freilandkultur gezogen wurden, gelten oft Pflanzen aus Gewächshauskulturen als qualitativ überlegen. Allerdings haben beide Anbauformen ihre Vor- und Nachteile.

Und nebenbei – high?

Cannabisöl gilt ab einem Gehalt an THC von über 0,2 Prozent offiziell bereits als psychoaktiv. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass zum Erzeugen eines „richtigen“ High normalerweise Blüten von Cannabissorten geraucht werden, die fast immer einen THC-Gehalt von zwölf bis siebzehn Prozent aufweisen. Einige Sorten, die speziell für den medizinischen Gebrauch gezüchtet werden, können einen weit höheren Gehalt an THC mit weit über 25 Prozent aufweisen. Man sollte die dem Öl beigefügte Beschreibung also aufmerksam lesen, um sicher zu sein, mit welcher Wirkung bei der anschließenden Verwendung zu rechnen ist.
Die Verwendung von Cannabisöl ist im Vergleich zum Rauchen von Cannabis gerade für die Menschen eine gute Alternative, die weder Raucher sind, noch einen Vaporisator nutzen möchten, um Cannabis zu inhalieren. Das Öl kann problemlos ohne eine begleitende Mahlzeit oder zu Speisen und Getränken eingenommen werden.
Der Rauschzustand, der durch die Einnahme eines Produkts mit Cannabinoidbestandteilen hervorgerufen wird, kann natürlich eine ungewünschte Nebenwirkung sein. Allerdings gewöhnen sich die meisten Nutzer schnell daran und nehmen das veränderte körperliche Erleben auch meist nicht als störend wahr. Im Vergleich mit Nebenwirkungen, wie sie bei der Verwendung von Cortison, Neuroleptika oder Psychopharmaka auftreten können, sind die Begleiterscheinungen schwächer oder für den Anwender deutlich weniger einschränkend. Nutzer beschreiben die von ihnen beobachteten Nebenwirkungen als minimal und empfinden sie als weniger belastend. Die Verwendung von Cannabisöl kann aber durchaus mit einem zunächst ungewohnten Zustand erhöhter Empfindlichkeit und Sensibilität einhergehen. Dieser Zustand wird von den Anwendern aber meist nicht als unangenehm beschrieben.

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